Wie man ein Lächeln in ein Foto einfügt, ohne dass es künstlich wirkt
Die meisten hinzugefügten Lächeln scheitern aus demselben Grund: Der Mund verändert sich, die Augen nicht. So sieht ein glaubwürdiges Lächeln aus.

Wie man ein Lächeln in ein Foto einfügt, ohne dass es künstlich wirkt
Ein echtes Lächeln ist keine reine Mundform. Es hebt die Wangen an, verengt die Augen leicht und vertieft die Falte von der Nase zum Mundwinkel. Verändert man nur den Mund, entsteht genau der Ausdruck, den Menschen als befremdlich beschreiben, ohne genau sagen zu können, warum.
Der Verräter sind immer die Augen
Fotografen nennen diesen Unterschied ein Duchenne-Lächeln. Der Muskel rund um die Augenhöhle lässt sich bei den meisten Menschen nicht willentlich steuern – deshalb wirken erzwungene Lächeln auf Fotos gestellt, und deshalb sieht ein nachbearbeitetes Lächeln, das nur den Mund verbreitert, bearbeitet aus. Alles, was hinzugefügt wird, muss Wangen und Augen mitbewegen, sonst wirkt es nicht überzeugend.
Klein schlägt groß
Der erste Impuls ist, ein großes, fröhliches Grinsen zu verlangen. Das ist der falsche Ansatz. Ein breites Lächeln verändert die Form der unteren Gesichtshälfte so stark, dass die Person nicht mehr wie sie selbst aussieht, und aus dem Nichts erfundene Zähne passen selten zu den echten.
Ein geschlossenes, entspanntes Lächeln ist in den meisten Fotos sowohl glaubwürdiger als auch vorteilhafter. Sind auf dem Foto bereits Zähne sichtbar, hat das Modell echte Zähne als Vorlage und kann sicher verbreitert werden. Ist der Mund geschlossen, ist es die ehrlichere Wahl, ihn geschlossen zu lassen.
So geht es in Retake
Aktiviere Leichtes Lächeln. Der dahinterliegende Prompt fordert ein natürliches, entspanntes Lächeln mit geschlossenem Mund und schließt ein breites Grinsen oder erfundene Zähne ausdrücklich aus. Sind auf dem Foto bereits Zähne zu sehen, öffnet sich das Ergebnis von selbst natürlicher.
Kombiniere die Funktion mit Augen öffnen, wenn die abgebildete Person geblinzelt hat – dann werden beide Änderungen in einem Durchgang umgesetzt.
FAQ
Warum ist das Lächeln so dezent? Weil Dezentes einem zweiten Blick standhält. Ein breites Lächeln verändert die untere Gesichtshälfte so stark, dass die Person auf dem Foto nicht mehr wie sie selbst wirkt.
Kann man dabei Zähne zeigen? Nur überzeugend, wenn auf dem Foto bereits Zähne sichtbar sind. Einen vollständigen Zahnsatz aus einem geschlossenen Mund zu erfinden, ist meist der Punkt, an dem solche Bearbeitungen auffliegen.
Funktioniert das auch im Seitenprofil? Teilweise. Eine Dreiviertelansicht funktioniert gut. Ein vollständiges Profil gibt dem Modell nur sehr wenig von Mund und Wange, mit dem es arbeiten kann.
Verändert sich dadurch meine Gesichtsform? Nein, das sollte nicht passieren – die Anweisung fixiert Identität, Gesichtsstruktur und Pose, sodass sich nur der Ausdruck ändert.
